Starthilfe für Existenzgründer im Landkreis Main-Spessart

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Die 5 Phasen

Phase 3: Auf die Plätze!

Wenn Sie sicher sind, dass die Selbständigkeit das Richtige für Sie ist, gilt es zu entscheiden, wie sie ihr Unternehmen betreiben wollen. Dazu brauchen Sie Pläne, die das geplante Unternehmen sowohl in Worten als auch in Zahlen beschreiben.

Diese helfen Ihnen, den Fortschritt ihrer Firma zu planen und zu kontrollieren. Und potenziellen Geldgebern verkaufen Sie ihres Geschäftsidee und überzeugen Sie von dem Erfolg ihres Unternehmens.

Businessplan formulieren

Der Businessplan ist ein detaillierter Plan, der das geplante Unternehmen sowohl in Worten als auch in Zahlen beschreibt. Der Unternehmensplan richtet sich im Interesse von Eigenkontrolle und klarer Fixierung des Projekts zunächst einmal an den Gründer selbst. Er hilft dabei, den Fortschritt Ihrer Firma zu planen und zu kontrollieren. Anschließend ist der Businessplan aber vor allem für potenzielle Partner und Geldgeber wichtig, die sie vom Erfolg ihrer Gründung überzeugen. Ein Kurzprofil hilft Bankern und Behörden bei der Einschätzung Ihres Vorhabens.

Investitionsbudget planen

Eine detaillierte Investitionsplanung für die ersten drei Jahre ist Voraussetzung für die Finanzierbarkeit Ihrer Anschaffungen. Hier findet sich eine detaillierte Aufstellung der Ladenausstattung mit der Angabe sämtlicher Kosten. Dabei sollte auch relativ geringe Ausgaben aufgelistet werden, da sie auch Einfluss auf die Investitionssumme haben. Wertgutachten der anzuschaffenden Gebäude und Grundstücke helfen bei der realistischen Einschätzung der späteren Bilanzwerte.

Gewinn- und Verlustrechung

Bei dieser prognostizierten Planung werden Ausgaben und Einnahmen zur Schätzung künftiger Gewinnen (oder Verluste zusammengefasst). Die Umsatzplanung sollte die ersten drei Jahre abdecken und sich monatlich gliedern.
Erst nach der Zusammenführung von Umsatz- und Kostenplan lassen sich dann Tragfähigkeit und Erfolgsaussichten für das Gründungsvorhaben abschätzen. Der Nettogewinn sollte mindestens so hoch sein wie die Privatentnahmen.

Finanzierung planen

Für die Kapitalbeschaffung müssen Sie wissen, wie viel Geld Sie für die Gründung Ihres Unternehmens benötigen und wie viel Sie später aufwenden müssen, um es am Leben zu erhalten. Der Finanzierungsplan orientiert sich an der Summe aller erforderlichen Investitionen und Kosten. Er beinhaltet Ihr Eigenkapital und alle denkbaren Fremdkapitalquellen wie öffentliche Fördermittel und Risikokapital. Prüfen Sie zusätzlich, inwieweit sich Leasing positiv auf ihre Zahlungsfähigkeit auswirken kann.

Liquidität planen

Die Liquidität zeigt, wie weit ein Unternehmen in der Lage ist, seinen laufenden und künftigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zu beachten sind daher Einnahmen, Ausgaben und etwaige Deckungslücken. Erster Grundsatz für Start-up-Unternehmen: Liquidität geht immer vor Rentabilität. Ständige Zahlungsfähigkeit sichern Sie über eine laufend aktualisierte Liquiditätsvorschau. Die Finanzaufstellung Ihres Businessplans muss alle Aussagen zu Erfolg und Liquidität enthalten.

Sicherheiten sammeln

Das Geschäft der Banken besteht größtenteils daraus, Geld zu verleihen, daher sind sie an solventen Unternehmen interessiert. Existenzgründer stellen wegen fehlender Vergleichszahlen ein Risiko dar. Für Kreditinstitute sind vor allem die Sicherheiten entscheidend, etwa Bürgschaften, Sicherungsübereignung von Maschinen oder Fahrzeugen, Grundschulden, Hypotheken. Prüfen Sie, ob Sie Angebote von Bürgschaftsbanken oder Kreditgarantiegemeinschaften in Ihr Konzept einbinden können. Für Eigenkapitalhilfekredite gibt es Haftungsfreistellungen. Ansonsten übernehmen auf Landesebene die Bürgschaftsbanken Bürgschaften bis zu 80 Prozent eines Kreditbetrags.

Altersvorsorge sichern

Selbständige müssen für den Lebensstandard im Alter selbst vorsorgen. Wichtigste Alternativen: gesetzliche Rentenversicherung (für Junge uninteressant), Betriebsrente von der eigenen Firma, berufsständige Versorgung, Lebensversicherung, Anlagen wie Immobilien und Fonds. Daher sollten im Vorfeld einer Existenzgründung diverse Angebote verschiedener Anlagenformen eingeholt werden.

Risikomanagement

Wichtigste betriebliche Versicherungen: Haftpflicht, Betriebs-Unterbrechungsversicherung sowie Policen gegen Einbruch und Diebstahl, Elektronik-, Feuer-, Leitungswasser- und Produkthaftpflichtschäden. Mitunter ist eine Umwelthaftpflichtversicherung vorgeschrieben, etwa bei Industrie- und Transportfirmen. Zur persönlichen Absicherung zählen Kranken-, Unfallversicherung für Beruf und Freizeit, Berufsunfähigkeits- und Pflegeversicherung. Auch hier gilt: Vergleichsangebote einholen.

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