Starthilfe für Existenzgründer im Landkreis Main-Spessart

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Die 5 Phasen

Phase 1: Die Entscheidung

Die Gründung einer eigenen Existenz, sei es ein Nebenerwerbsbetrieb oder ein großes Unternehmen, ist ein Schritt mit weit reichenden Folgen. Bevor Sie sich auf ein solches Abenteuer einlassen, müssen Sie genau hinterfragen, ob das tatsächlich der richtige Weg für Sie ist. Es ist nicht jedermanns Sache, sein eigener Herr zu sein oder Verantwortung für Angestellte zu übernehmen.

Persönliche Ziele setzen

Eine solide Basis für eine Gründung besteht darin, dass Sie ihre Ziele exakt definieren. Wollten Sie sich schon immer selbständig machen? Verbinden Sie damit persönliche Unabhängigkeit, Umsetzung einer Idee, mehr Einkommen, Ansehen und Selbstverwirklichung? Schreiben Sie Ihre Stärken und Schwächen auf. Das hilft Ihnen zu entscheiden und Ihren Businessplan zu erarbeiten.

Persönliche Eigenschaften

Die Erfolgschancen steigen, wenn fundierte Fachkenntnisse und Branchenerfahrung der Gründerperson vorhanden sind. Neben eines Schul- und Ausbildungsabschlusses sind Praktika und Berufserfahrung -auch in anderen Bereichen- hilfreich, da diese zielorientiert für die eigene Selbständigkeit genutzt werden können.

Unternehmerische Fähigkeiten

Neben persönlichen Eigenschaften sind auch ausreichende unternehmerische Fähigkeiten gefragt. Viele glauben, dass technische Kenntnisse oder Branchenkenntnisse ausreichen. Doch ebenso wichtig sind allgemeine unternehmerische Fähigkeiten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass kleine Firmen vor allem auf Grund allgemeiner Unternehmensfehler scheitern und weniger wegen dem fachlichen oder handwerklichen Geschick der Gründer.

Kapitalbedarf schätzen

Wie viel Kapital wird benötigt? Für die Kapitalbeschaffung müssen Sie wissen, wie viel Geld Sie für die Gründung Ihres Unternehmens benötigen. Und wie viel Sie später aufwenden müssen, um es am Leben zu erhalten. Eigenes Geld, Immobilien, Wertpapiere und Sicherheiten für Kredite müssen Sie aufbringen, um die notwendigen Investitionen und Kosten zu finanzieren. Faustregel: 15 bis 20 Prozent des späteren Kapitalbedarfs sollten als liquide Mittel verfügbar sein.

Formalitäten prüfen

Die Gewerbeanmeldung ist verbindlich für alle Gründer (außer Freiberuflern). In manchen Branchen brauchen Sie eine zusätzliche Erlaubnis oder Konzession (etwa Taxifahrer, Transportunternehmer, Gastwirte, Makler). Berufsständische Zulassungen benötigen bestimmte Freiberufler wie Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater. Eine Orientierung, wer unter die Freiberufler fällt (zahlen keine Gewerbesteuer), bietet Paragraf 18 Einkommenssteuergesetz. Lassen sich alle Formalitäten erfüllen? Sind Konzessionen unbegrenzt verfügbar? Informationen gibt es beim örtlichen Finanzamt und Ordnungsamt.

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