Starthilfe für Existenzgründer im Landkreis Main-Spessart

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April 2011

Jeder zweite Gründer ist Dienstleister

GRÜNDUNGEN IM AUFWIND   Mainfranken hat Gründungspotenzial. Zu dieser Aussage kommt die IHK Würzburg-Schweinfurt angesichts der neuesten Gründungsstatistik. Die Zahl der Gründungen in Mainfranken hat im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 8.891 Unternehmen zugenommen. Davon entfielen sieben Prozent auf Geschäftsübernahmen und zehn Prozent auf Neuansiedlungen durch Zuzug aus anderen Regionen.
„Die Anzahl der Notgründungen ist erheblich zurückgegangen. Heute macht sich ein Gründer selbstständig, weil er will, nicht weil er muss', betont Erich Helfrich, Leiter des IHK-Fachbereichs „Starthilfe und Unternehmensförderung". Besonders erfreulich sei, dass gleichzeitig die Zahl der Betriebsschließungen um ein Prozent auf 7.054 Betriebe abgenommen habe. Damit sei der positive Gründersaldo in Mainfranken (Anmeldungen minus Abmeldungen) von 18 Prozent auf 21 Prozent gestiegen.


Positiver Gründersaldo von 21 Prozent
Vom Konjunkturaufschwung des Jahres 2010 hat bei den mainfränkischen Existenzgründern vor allem die Branche Dienstleistungen profitiert. 5.031 Anmeldungen wurden hier vorgenommen, eine Steigerung von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr als jeder zweite Gründer (56 Prozent) entschied sich für die Dienstleistungsbranche und zwar besonders für unternehmensnahe Geschäftszweige wie Verkehr und Lagerei (plus 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und technische Dienstleistungen (plus 13 Prozent).
Die Informations- und Kommunikationsbranche behielt ihre Anziehungskraft auf hohem Niveau. Auch das Baugewerbe konnte seine Attraktivität für Gründer deutlich steigern (plus 27 Prozent). Dagegen sahen weniger Gründer ihre Erfolgschancen im Gastgewerbe (minus fünf Prozent) und im Finanz- und Versicherungsdienstleistungsbereich (minus zwölf Prozent). Weniger Anmeldungen gab es auch im Handel (minus fünf Prozent) und im verarbeitenden Gewerbe (minus vier Prozent).


Mut für neue Geschäftsideen
Viele mainfränkische Gründer positionieren sich in stark vom Wettbewerb geprägten Marktstrukturen, etwa bei Transporten oder im Internethandel. Andere wollen von sich wandelnden Märkten profitieren. „Marktnischen und Markttrends bieten häufig gute Einstiegsmöglichkeiten und Erfolg versprechende Perspektiven", weiß der IHK-Gründungsexperte. Diese zu finden sei jedoch nicht einfach und erfordere neben Kreativität analytisches Denken und Durchhaltevermögen. Dabei seien nicht nur technische Ideen und Entwicklungen Erfolg versprechend. Auch die Analyse von Prozessen in einer Lieferkette oder eines Produktionsverfahrens könnten Ideen für eine dazwischen geschaltete Dienstleistung ergeben. Manchmal führten auch Dienstleistungen aus dem Ausland, die auf die deutsche Mentalität abgestimmt wurden, zum Erfolg. Wer eine fertige Geschäftsidee aufgreifen möchte, sei möglicherweise bei einem Franchisegeber gut aufgehoben. Aber entscheidend sei ein Erfolg versprechendes Konzept.

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